22 Jahr ist sie jung und nicht nur ihre Familie, sondern ihr ganzer Heimatort ist stolz auf sie und steht hinter ihr. Die neue württembergische Weinkönigin heißt Juliane Nägele und stammt aus Hessigheim. Das war kurz nach ihrer Wahl auch nicht zu übersehen: „Wir sind Königin“ prangte auf einem großen Transparent, das die Nägeles voller Freude an ihrem Stammhaus anbrachten.Die Nägeles, das sind außer Juliane ihre Eltern Georg und Heide sowie zwei Geschwister. Heide Nägele ist Allgäuerin; sie hat sich aber seit ihrem Umzug nach Württemberg so in die Weinwirtschaft hineingefuchst, dass sie inzwischen mit ihrem Mann nicht nur Weinbau im Nebenerwerb betreibt, sondern auch professionelle Weinproben veranstaltet. Selbstverständlich ist Juliane ihr dabei oft eine ebenso fachkundige wie charmante und attraktive Assistentin gewesen. Ob jetzt, während ihrer Amtszeit als Weinkönigin Württembergs, noch viel Zeit für solche familiären Verpflichtungen bleibt, ist zumindest fraglich. Die junge Weinkönigin hat für ein Jahr sogar ihr Studium etwas zurückstellt. Sie studiert in Oberschwaben auf Lehramt.
„Weinkönigin zu sein hat oberste Priorität“, betonte sie unmittelbar nach ihrer Wahl in einem Gespräch mit der Ludwigsburger Kreiszeitung. „Ich habe mich um dieses Amt beworben und werde es mit ganzer Kraft ausfüllen“, wird sie dort weiter zitiert. Kraft und Engagement wird sie brauchen, denn in ihrer Amtszeit stehen mindestens 150 Termine an, die nicht nur die meisten ihrer Wochenenden beanspruchen werden. Aber genau darauf freut sie sich. Sie habe schon als kleines Mädchen davon geträumt, einmal Weinkönigin zu werden, hat sie in einem Interview verraten. Um ihr die Koordination ihrer Aufgaben zu erleichtern, hat ihr der Weinbauverband einen Dienstwagen gestellt, Damit wird sie nun nicht nur in der Region, sondern landesweit unterwegs sein, um den württembergischen Wein zu repräsentieren. Zumindest für ihre Hobbys – Musik, Lesen und Inlinerfahren – dürfte da in den kommenden Monaten nur noch wenig Raum sein.