Pestidizide

Fluch oder Segen? Weinbau ohne Pflanzenschutzmittel wird wohl kaum irgendwo stattfinden. Jedenfalls nicht, wenn der Winzer mit gewerblicher Absicht arbeitet. Pestizid ist die begriffliche Zusammenfassung von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft. Die meisten Pestizide, die üblicherweise im Weinbau Verwendung finden, werden als Konzentration im Handel angeboten, welche vor dem Einsatz nach genauer Anleitung mit Wasser verdünnt werden muss. Die Basis ist überwiegend chemisch bestimmt. Pestizide kommen als Spritzmittel zum Einsatz oder als Zusatz beim Gießwasser. Sie helfen gegen Pilzbefall, Milben, Bakterien, Insekten oder anderen Schädlingen. Das Ziel ist, die Ernte zu optimieren. Wie in anderen Bereichen der Landwirtschaft auch, sollte das Einsetzen von Pestiziden nur mit großem Sachverstand geschehen. Bei falscher Handhabung oder Überdosierung können im Endprodukt Rückstände entstehen, die für den Menschen schädlich sind. Mediziner machen Rückstände von Pestiziden in Lebensmitteln für die Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich, aber auch für eine Veränderung des Erbgutes. Der Grad der Schädigung, bzw. das Risiko hierfür steigt mit der Konzentration an Rückständen in den Lebensmitteln, die man als Verbraucher ahnungslos zu sich nimmt. Daher gibt es gesetzlich vorgeschriebene Höchstgrenzen für die Belastung durch Pestizide. Da man als Verbraucher keine Möglichkeit hat, das gekaufte Lebensmittel oder den Wein auf ebendiese Konzentration zu untersuchen, muss man sich einfach darauf verlassen, dass die Höchstgrenzen eingehalten werden – und dass der eigene Körper mit diesen gesetzlich festgelegten Grenzen einverstanden ist.  Kritische Verbraucher, die auf  Wein ohne gefährliche Rückstände Wert legen, greifen gern zum Produkt aus ökologischem Anbau, denn  hier sollte nur biologische Schädlingsbekämpfung stattfinden, folglich können sich keine Pestizide als Rückstand im Wein befinden.

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Eine Antwort auf Pestidizide

  1. Interessanter Artikel, leider ein Problem dass alle Bereiche der “grünen Lebensmittel” betrifft. Wo wird heute nicht gespritzt? Und vor allem WAS wird gespritzt?

    Wein sollte rein und ohne Pestizide sein, das wäre die Wunschvorstellung, vielleicht trifft das noch auf Bio-Weine zu?

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